Schoen Klaus J. /   Aktuelle Ausstellung
Klaus J. Schoen Für Klaus J. Schoen scheinen mir gleich wichtig die Minimalisierung der Bildkomposition, die konsequente Geltendmachun...
Schoen Klaus J. /   Aktuelle Ausstellung
Klaus J. Schoen Für Klaus J. Schoen scheinen mir gleich wichtig die Minimalisierung der Bildkomposition, die konsequente Geltendmachun...

Klaus J. Schoen


Dauer der Ausstellung bis 20. Dezember


Der 1931 geborene, in Berlin lebende Klaus J. Schoen gehört zu den wichtigsten Vertretern konstruktiver Kunst in Deutschland.Schoen befasst sich seit vielen Jahren mit den Möglichkeiten und Problemen geometrischer Abstraktionen.

In seiner Malerei spielt Harmonie eine große Rolle: sie erscheint in seinem Werk als Resultat eines konsequenten Reduktionsprozesses, in die Spannung der einzelnen, das Bild konstituierenden Teile - Komposition, Farbgebung und formale Gestaltung - präzise und komplex miteinander verbunden sind. Jedoch gehört auch das Durchbrechen formaler Prinzipien zur künstlerischen Methode Schoens. Er wendet sich in der Praxis seiner Kunst gegen allzu dogmatische Formalismen konstruktiver Gestaltung.

Er formuliert Erkenntnisse, die Berührungspunkte zwischen konstruktiven und transzendenten Erfahrungen bezeichnen. Für Klaus J. Schoen scheinen mir gleich wichtig die Minimalisierung der Bildkomposition, die konsequente Geltendmachung der Organisationregel und daß diese Regel hinter einer rein visuell wirkenden Struktur verborgen sein kann.

Es ist nicht das Ziel, die „Spielregeln“ sichtbar zu machen, sondern das Bild als autonome Qualität zu konstituieren, deren unabdingbarer Bestandteil auch eine außergewöhnliche Sensibilität ist.....


Die nächste Ausstellung am 15. Jänner zeigt Gianfranco Zappettini. Querschnitt von 1965 - 2003.
Der 1939 in Genua geborene Gianfranco Zappettini gehört zu den wichtigsten Vertretern der „Analytischen Malerei“ in Italien. Es ist eine Kunstrichtung, die die Grundlagen und Möglichkeiten der Malerei mit malerischen Mitteln reflektiert und analysiert. Die Arbeiten der 60er Jahre waren noch geprägt von Strukturen, die aus Schwarz und Weiß gebildet wurden. Einer fortschrittlichen, der Op-Art verpflichteten Malerei, die damals in Mailand aktuell war. 1977 stellte Zappettini auf der Documenta 6 in Kassel seine weißen Bilder aus. Alles ist Weiß, aber jedes Weiß ist anders und bedeutet etwas anderes. Man sah im Weiß das Zeichen für den Neuanfang, den sie erhofften - wie in dem italienischen Ausdruck „passare una mano di bianco“, also „ausweißen“, der im übertragenen Sinn „vergessen und neu anfangen“ bedeutet.


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