F. Aduatz/G. Fabian /   Aktuelle Ausstellung
„In den dreißiger Jahren ließ sich auf dem Tregister Hügel über Voitsberg ein junger Maler nieder, den trotz seines nat...
F. Aduatz/G. Fabian /   Aktuelle Ausstellung
„In den dreißiger Jahren ließ sich auf dem Tregister Hügel über Voitsberg ein junger Maler nieder, den trotz seines nat...

F. Aduatz/G. Fabian
 

Ausstellungseröffnung: 13. März um 19.00 Uhr
Dauer: bis 12. April 2014
 

„In den dreißiger Jahren ließ sich auf dem Tregister Hügel über Voitsberg ein junger Maler nieder, den trotz seines natürlichen und ungezwungenen Gehabes ein Flair des Geheimnisvollen umgab. Er konnte schon auf manche Erfolge hinweisen. So hatte er beispielsweise trotz seiner Jugend schon den Österreichischen Staatspreis für Malerei erhalten, was zur damaligen Zeit eine recht seltene und hochbegehrte Auszeichnung war. Die Bauern und Bürger, unter denen Fritz Aduatz - so hieß der Künstler - lebte und wirkte, konnten mit den Werken des eigenwilligen Meisters nicht allzu viel anfangen. Er war in seinem Zauberkreis gefangen, und nur wenige aufgeklärte Freunde konnten die Schwelle überschreiten, über die man in das Reich des Magiers gelangte. Das Problem lag für die Mitwelt, die noch immer in der Tradition des 19. Jahrhunderts befangen war, in der Modernität der Kunst, die viele Leute als rätselhafte, in unauflöslichen Chiffren verklausulierter Sprache empfanden.“

(Richard Rubinig über Fritz Aduatz)

 „ich habe ihre bilder genossen, und da war manches zu erleben: ich sehe sie eigentlich als eine art schrift:die schwarzen linien, die sich zwischen den farbflecken bewegen – malerei.Ich glaube, sie erzählen klar und sehr direkt – oft eingehend. Da sehe ich schnelle gedanken und gedankenballungen, entschlüsse und folgerungen: es sind vor allem die klare aussage und der temperamentsdurchbruch, die mich faszinieren.“

(dr. w. sandberg, 1967 über Gottfried Fabian)


Programmvorschau:

Darauf folgt am Donnerstag 24. April um 19.00 Uhr die Eröffnung der Ausstellung mit John Carter


john carter gehört zu den wichtigsten vertretern der konkreten kunst in großbritannien. seine wandobjekte bilden einen dialog zwischen malerei und skulptur.
In meiner arbeit beabsichtige ich einen dialog zwischen malerei und skulptur. ich konzentriere meine überlegungen auf das, was man gemeinhin wand-objekte nennt. diese objekte haben charakteristika von malerei: sie sind flach, die oberfläche ist in zonen geteilt, manchmal benutze ich farbe. aber sie haben auch skulpturale eigenschaften: körperliche masse und konturen, die oftmals nicht rechtwinklig sind. längliche schlitze und löcher, die die oberfläche durch-dringen, sind charakteristisch für diese arbeiten. die oberfläche meiner objekte beschichte ich mit einer mischung aus acrylemulsion, marmorpuder und pigment. die flächen werden mit sandpapier geschliffen, um sie zu glätten. winzige unebenheiten im prozess des schleifens erzeugen auf der oberfläche eine unterschiedliche tonalität. dies erzeugt gerade genug störungen, um das auge auf der fläche zu halten. die textur und tonalität des marmorpuders erzeugen so ein netz von fixierungspunkten, verstreut über die ganze fläche. diese struktur fesselt nicht nur das auge in einem gegebenenen bereich, sondern steigert die greifbarkeit und somit die gesamte wirklichkeit einer arbeit.