Kuhnert Horst /   Aktuelle Ausstellung
„Es sind Gegensätze, die den Künstler Horst Kuhnert (geb. 1939) immer wieder zum gestalten reizen. Die Wiedersprüche zwischen ...
Kuhnert Horst /   Aktuelle Ausstellung
„Es sind Gegensätze, die den Künstler Horst Kuhnert immer wieder zum gestalten reizen. Die Wiedersprüche zwischen Konstruktion...

Horst Kuhnert 
 

Eröffnung: Donnerstag 09. April um 19.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: bis 17. Mai

Arbeiten von 1964 bis 2003

„Es sind Gegensätze, die den Künstler Horst Kuhnert (geb. 1939) immer wieder zum gestalten reizen. Die Wiedersprüche zwischen Konstruktion und Dekonstruktion, Ruhe/Unruhe, Stabilität/Instabilität, Bewegung /Starre, Ordnung/Chaos, Plastizität/Flächigkeit.

Diese Wiedersprüche sind dem Künstler Arbeitsprinzip – ein guter Ausgangspunkt für Lebendigkeit in Permanenz. Denn wer fortwährend mit sich selbst bzw. seinen Objekten im Wiederstreit liegt, hat alle Chancen immer neue Konstellationen auszuprobieren und zu finden“

Kuhnert studierte 1957 bis 1962 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Heinrich Wildemann. Nachdem er sich anfänglich der abstrakten Malerei gewidmet hatte, wendete er sich 1963 dem plastischen Arbeiten zu, wobei er von Beginn an einer strengen, konstruktiv-konkreten Arbeitsweise verpflichtet war. Ab 1964 entstanden mit der Serie der „Raumflächen“ erste Reliefs in Polyester, denen kurz danach die ersten „Raumkörper“ folgten. Kuhnert war dabei einer der ersten deutschen Künstler, die den neuen Werkstoff Polyester (genauer: glasfaserverstärkte Polyesterharze) in großem Stil für künstlerische Werke einsetzte. In seinen neuen Arbeiten verband er die strenge Tradition der Konkreten Kunst mit organisch weichen Formen, die der neue Werkstoff ermöglichte. Der Umgang mit dem Werkstoff Polyester prägte seine Arbeiten der 1960er und 1970er Jahre und brachte ihm schon bald zahlreiche öffentliche Aufträge ein. In den 1980er Jahren kamen dann weitere Materialien wie V2A-Stahl hinzu. Gleichzeitig entstanden mit der Werkgruppe „Stabil - Instabil“ erste Arbeiten, in denen Kuhnert sich mit "konstruierter Dekonstruktion" beschäftigte