Lucia di Luciano u. Giovanni Pizzo /   Aktuelle Ausstellung
Die Position von Pizzo und Di Luciano ist nicht gerade einfach, obwohl die beiden jungen Forscher sich bemühen, die fachmännischen Standp...
Lucia di Luciano u. Giovanni Pizzo /   Aktuelle Ausstellung
Die Position von Pizzo und Di Luciano ist nicht gerade einfach, obwohl die beiden jungen Forscher sich bemühen, die fachmännischen Standp...

Lucia di Luciano und Giovanni Pizzo
 

Eröffnung am 17. September um 19.00 Uhr
Neuer Standort der Galerie: Opernring 7 / Ecke Girardigasse 

 

Zwei Vertreter der Nove Tendencije / Arbeiten aus den 60er Jahren

 

Meine künstlerische Suche beginnt, im Bereich des Rationalen, in den 1960er Jahren innerhalb einer Gruppe von Künstlern, die ebenfalls an einer ästhetischen Darstellung der operationalen Art interessiert sind. Die Arbeit basiert also auf einer planenden Methode, die der ästhetischen Operation eine qualifizierende Richtung geben soll. In den Gemälden aus jener Zeit entstehen schrittweise dauerhafte Beziehungen zwischen den zeichenhaften/geometrischen Bildern, bis diese zeitweise das gesamte Feld und/oder die gesamte Fläche der Bilder strukturieren. Dieser Zeichenverlauf wird über eine Methodologie vermittelt, die den logisch/mathematischen Disziplinen entnommen ist. Die Gemälde entstehen also aus Abfolgen von elementaren geometrischen Bildern (Quadraten und Rechtecken), meist in Schwarz auf weißem Grund. In dieser Phase wird die ästhetische/verhaltensbezogene Anreicherung der Bilder durch Anwendung der Kombinatorik verwirklicht. In den 1970er Jahren geht die künstlerische Suche in der eben genannten Form weiter, doch in mir wird der (übrigens nie geringer gewordene) Wunsch stärker, Farbe zu verwenden.

Die Position von Pizzo und Di Luciano ist nicht gerade einfach, obwohl die beiden jungen Forscher sich bemühen, die fachmännischen Standpunkte zu erklären und zu verbreiten, die sie dazu bewegten, in die aktuelle Richtung zu arbeiten. Mit Bezug auf Probleme, die von spezifischen philosophischen Voraussetzungen ausgehen, analysieren sie, welche Untersuchungsverfahren und mögliche Stile des malerischen Schaffens Gültigkeit haben können.

Die Zeichen stehen dabei auf derselben Stufe wie abstrakte und kategoriale Konzepte. Über die Kombination von Zeichen-Symbolen nach konventionellen Regeln, über die kombinatorische Berechnung einer Reihe von Werten mit zwei oder drei Variablen, und indem sie Operationen nach definierten Strukturen reproduzieren und zusammenfassen, geben sie die visuelle Struktur vor, die auch eine Art und Weise ist, die Welt zu verstehen und zu rekonstruieren.