Der 1930 geborene Mario Decleva musste kriegsbedingt seinen Heimatort Lussingrande verlassen und kam 1947 nach Graz.

Bis 1949 besuchte er die Kunstgewerbeschule am Ortweinplatz.

Declevas Weg prägte ein starker Intellekt, der es ihm ermöglichte, in einer relativ kurzen Zeit und in Auseinandersetzung mit dem Schaffen von Paul Klee eine eigene formale Sprache zu erarbeiten.

Ab 1949 bis 1951 studierte er an der Akademie in Wien. 1952 stellte er die ersten Druckgrafischen Blätter her. 1952 wird er Mitglied der Sezession Graz. Wilfried Skreiner bezeichnete ihn einen der wenigen „wirklich informellen Künstler, nicht nur in der Steiermark“. Figurale und vegetabile Strukturen lösen sich aus dem Formgefüge, die Farbe ist subtil, teil in changierenden Flächen gesetzt.

Decleva fand einen eigenen Weg, indem er Gesteinstrukturen, vegetabile Ornamente in blockhaft geschichteten Kompositionen erarbeitet. Die Raumgitter verwandeln sich zu körperhaft in der Fläche erscheinenden Naturgegenständen., die trotz ihrer starken Abstraktion ihre „Natürlichkeit“ nicht verloren haben.

1965 wurde er Assistent von C. Unger an die Hochschule für angewandte Kunst in Wien berufen. Die 60er Jahre sind seine produktivste und wichtigste Zeit.

1979 stirbt Decleva in Wien.

(Textauszug von Wilfried Skreiner)