Maeschi

Die Malerei beschäftigt ihn seit den 1960er Jahren, doch ab Anfang der 1990er Jahre entschied er sich für eine konkrete und konstruktive Bildsprache. 1996 schuf und entwickelt er das Konzept des „konkreten Pointillismus“: In seinen in geometrische Flächen unterteilten und nach einem schlüssigen System aufgebauten Kompositionen stellt der Künstler punktierte und homogene Farbflächen gegenüber, lässt sie sich treffen und überlagern . Transparenzeffekte, die Oberfläche der Leinwand belebende Bewegung, emotionale Dimension und differenzierte Wahrnehmung treten in Dialog mit dem Blick des Betrachters. Wie Herbin und sein plastisches Vokabular hat der Zürcher Künstler ein Bildvokabular entwickelt und ein System aufgebaut, in dem die Farben, die von ihnen besetzten Oberflächen und die sie tragenden Beziehungen eine sehr originelle chromatische Schwingungswirkung erzeugen. In Anlehnung an Albers' Farbforschung versucht Beat Maeschi in seinen Kompositionen ein Gefühl von Harmonie und Ausgewogenheit zu erzeugen.

 

 

Glattfelder

Der Schweizer Künstler Hans Jörg Glattfelder (* 1939 in Zürich / Schweiz) steht mit seiner streng geometrischen Arbeitsweise in der Tradition der Zürcher Schule der Konkreten um Max Bill. In der Konkreten Kunst spielt der rechte Winkel als Bezugssystem des physikalischen Raums („euklidischer Raum“) stets eine wichtige Rolle. Glattfelder, der sich intensiv mit wissenschaftlichen Raumdefinitionen beschäftigte, ging über diese klassische Auffassung vom Raum hinaus und begann in den späten 1970er Jahren die Arbeit an der Serie der "nicht-euklidischen Metaphern". Hierin gab er den rechten Winkel zugunsten von mehrdimensionalen Raumkonzepten auf und setzte sich als einer der ersten damit auseinander, die komplexen Raumvorstellungen der modernen Physik auf die konstruktive Kunst zu übertragen. Seine zentrale Fragestellung war dabei stets das Hinterfragen des Verhältnisses von Raum und Fläche.