Klaus J. Schoen

Für Klaus J. Schoen scheinen mir gleich wichtig die Minimalisierung der Bildkomposition, die konsequente Geltendmachung der Organisationregel und daß diese Regel hinter einer rein visuell wirkenden Struktur verborgen sein kann.
Es ist nicht das Ziel, die „Spielregeln“ sichtbar zu machen, sondern das Bild als autonome Qualität zu konstituieren, deren unabdingbarer Bestandteil auch eine außergewöhnliche Sensibilität ist.....

Valoch

 

Klaus J.Schoen befaßt sich seit vielen Jahren mit den Möglichkeiten und Problemen geometrischer Abstraktionen. In seiner Malerei spielt Harmonie eine große Rolle: sie erscheint in seinem Werk als Resultat eines konsequenten Reduktionsprozesses, in die Spannung der einzelnen, das Bild konstituierenden Teile- Komposition, Farbgebung und formale Gestaltung- präzise und komplex miteinander verbunden sind, jedoch gehört auch das Durchbrechen formaler Prinzipien zur künstlerischen Methode Schoens. Er wendet sich in der Praxis seiner Kunst gegen allzu dogmatische Formalismen konstruktiver Gestaltung.
Er formuliert Erkenntnisse, die Berührungspunkte zwischen konstruktiven und transzendenten Erfahrungen bezeichnen.

 

Zwei Zitate von K.J Schoen zu seinen Arbeiten :

Einfachheit kann nicht bedeuten, daß Kunst auf einen rationalen Kern reduzierbar sei! (1986)

Die gefühlsmäßigen Ausdruckswerte dürfen nicht durch das Sieb rationaler Formulierung fallen, denn gerade sie gilt es zu bewahren und hervorzuheben. (1987)

Heinz Teufel (1998)