Zu seinen bekanntesten Serien zählten die „Waldörfer“. Die Bildserie der „Waldörfer“ wurde anfangs noch durch eine perspektivische Blickrichtung, durch klare Wand- und Giebelstrukturen, durch Vorder- und Seitenansichten der Häuser in einer ausgeprägten Landschaft dargestellt. In Folge reduzierte er seine Bilder auf geometrische Flächen. Das Haus wurde zum Kubus, der Kubus zur geometrischen Fläche. Räumlichkeit wird durch Farbe erzeugt. Der Eindruck einer umgebenen Landschaft entsteht durch Farbteilungen des Hintergrundes. 

Im Jahr 1953 gründete Waldorf in Weiz die Künstlervereinigung „Junge Gruppe“ und war fünf Jahre später einer der Mitbegründer des Forum Stadtpark.
Günter Waldorf erinnerte sich in einer Fernseh-Dokumentation anlässlich „20 Jahre Forum Stadtpark“: „Ich war damals auf der Suche nach Ausstellungsräumlichkeiten für die ‚Junge Gruppe‘ - einer Künstlervereinigung von Malern, Architekten und Fotografen - und ich erkannte bei diesem Streifzug durch den Stadtpark in dem alten Stadtpark-Cafe, das zu diesem Zeitpunkt vom Gartenbauamt als Gerätedepot verwendet wurde, ein ideales Objekt. Von da an hatte ich die fixe Idee, dieses alte Kaffeehaus zu reaktivieren und in ein Forum für Künstler umzuwandeln.“

Bekannt für seinen eigenwilligen Stil

Gemeinsam mit Alfred Kolleritsch gab Günter Waldorf auch die Literatur-Zeitschrift „manuskripte“ heraus, dessen Layout und Titel er gestaltete. Auch die „Internationalen Malerwochen“ gehen auf eine Idee Waldorfs 1966 zurück - es war eine jährlich stattfindende Veranstaltung in der Neuen Galerie, aus der später das „Trigon-Museum“ hervorging. 2003 ging die Idee schließlich ins Grazer Kunsthaus über, mit dessen Umsetzung er allerdings nicht zufrieden war.

Als Maler war Günter Waldorf für seinen gegenständlichen, expressiven, in den letzten Jahren jedoch sehr reduzierten Stil bekannt.